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Kontrolle & Loslassen – Wenn Kunst zur inneren Reise wird

Es gibt Ausstellungen, die man betritt und solche, die einen betreten. Kontrolle und Loslassen gehoert zur zweiten Kategorie.

Was passiert, wenn ein Mensch aufhoert, Kunst zu machen und anfaengt, Kunst zu werden? Wenn der Pinsel nicht mehr ein Werkzeug ist, sondern ein Gespraechspartner? Genau das ist der Kern dieser Ausstellung, die im Kastenmeiers Taschenbergpalais zu erleben ist.

Die Werke erzaehlen keine lineare Geschichte. Sie sind keine Illustrationen eines Gedankens, sie sind der Gedanke selbst. Jedes Bild ist ein Moment, in dem Kontrolle und Vertrauen miteinander ringen. Struktur trifft auf Erinnerung. Erfahrung trifft auf Ungewissheit.

Susan Richter arbeitet nicht gegen das Chaos, sie arbeitet mit ihm. Die Leinwand wird zum Spiegel: nicht um das Schoene zu zeigen, sondern um das Wahre sichtbar zu machen. Das ist mutig. Das ist selten. Das ist Colourout.

Was diese Ausstellung von vielen anderen unterscheidet: Sie zeigt nicht das Ergebnis eines Weges, sondern den Weg selbst. Die Bilder wirken wie Fragmente eines inneren Tagebuchs, nicht erklaert, nicht kommentiert, sondern einfach da. Offen. Einladend. Manchmal unbequem.

Wir alle kennen das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Loslassen, im Beruf, in Beziehungen, in uns selbst. Susan Richter macht dieses universelle Thema sichtbar, ohne es zu vereinfachen. Ihre Bilder geben keine Antworten. Sie stellen die richtigen Fragen.

Die Vernissage im Kastenmeiers Taschenbergpalais ist mehr als eine Ausstellung, sie ist eine Einladung zur Begegnung. Mit Kunst. Mit sich selbst. Mit dem, was entsteht, wenn man aufhoert, alles festzuhalten. Besuchen Sie die Ausstellung und erleben Sie, wie Farbe, Form und Stille gemeinsam eine Sprache sprechen, die tiefer geht als Worte.

 
 
 

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